Bootstour 2009

Schon im letzten Jahr war für uns sehr früh klar, dass wir auch 2009 unsere Bootstour durch Friesland machen wollten.

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Leider kommt es im Leben manchmal anders als wir uns das vorgestellt haben. In der letzten Januarwoche, ist für uns alle unbegreiflich Christas Mann und unser Freund Hermann plötzlich und unerwartet gestorben.
Wir haben mit Christa zusammen sehr lange überlegt, ob wir unsere geplante Tour in diesem Jahr machen wollen. Für Hermann gehörten unsere gemeinsamen Bootstouren immer mit zu den schönsten Zeiten des Jahres. Darum glauben wir, dass er gewollt hätte, dass wir trotzdem fahren.
Da bis zu unserer Tour noch einige Monate ins Land gehen, haben wir uns entschlossen unseren geplanten Urlaub nicht abzusagen und mit Christa gemeinsam eine hoffentlich schöne Woche auf den friesischen Gewässern zu verbringen.
Andrea und ich werden Hermann und die mit ihm gemeinsam verbrachte Zeit nie vergessen. Wir haben einen unserer besten Freunde verloren und werden sein Andenken immer bewahren.

Frieslandtour 2009

vom 06.06. – 12.06.2009

Prolog:

Unsere Tour in diesem Jahr, war leider keine wie sie früher mal war. Sehr oft gingen unsere Gedanken an frühere Törns zurück, aber das gehört nun mal zum Leben dazu. Jeder von uns dreien, hat sich mal im Stillen und mal gemeinsam in Gesprächen an unsere schönen Touren wo wir noch zu viert waren zurück erinnert.

In diesem Jahr hatten wir geplant, einen Großteil der von Yachtcharter-Sneek als Nordwestroute beschriebenen Strecke zu befahren. Der für uns noch unbekannte Teil der Strecke von Harlingen nach Bolsward sollte der landschaftliche Höhepunkt werden.

In Sneek gestartet führte uns unsere Weg über Akkrum, Grou und Wergea auf die Kleiroute. Die Kleiroute hatten wir vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung. Diese Strecke ist auf Grund der engen verträumten Kanäle und der zum Teil sehr niedrigen Brückendurchfahrten sehr reizvoll und wie sich zeigte auch nicht unproblematisch.

Nachdem wir, nach mehreren engen Brückendurchfahrten, in Berlikum übernachtet hatten, sollte es am dritten Tag weiter Richtung Franeker gehen.

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Doch dann passierte es, die erste Brücke hinter Berlikum war zu niedrig. Obwohl genau wie die Brücken des Vortages mit 2,50m angegeben kratzte die höchste Stelle unseres Schiffes ganz knapp an der Brücke an. Zum Glück sind wir diese Brücke ganz ohne Motorantrieb angefahren und so ist unserem Schiff außer einem kleinen Kratzer nichts passiert. Nun war guter Rat teuer. Woran lag es, dass wir diese Brücke nicht passieren konnten? War die Brücke in der Karte höher angegeben als sie wirklich war? War der Wasserspiegel gestiegen und wie sieht es dann bei der Rückfahrt aus? Wir mussten auf dem Rückweg ja auch wieder durch Brücken mit der gleichen Höhenangabe. Vorsichtig machten wir uns auf den Rückweg und bei jeder Brücke stieg die Spannung ins unerträgliche. Ich will es kurz machen, die Brücken passten alle und wir hatten auch nicht den Eindruck, als ob die Durchfahrten knapper gewesen sind als am Vortag.

Uns fehlte jetzt aber der Mut mit diesem Schiff die anderen geplanten Streckenabschnitte zu fahren und so entschlossen wir uns den Rest der Zeit auf größeren Gewässern mit beweglichen bzw. ausreichend hohen Brücken zu verbringen. Zu unseren weiteren Zielen gehörten in diesem Jahr die Städte Sloten und Woudsend.

Sloten zählt gerade mal 700 Einwohner. Trotzdem gehört der Ort zu den friesischen „Elf Steden“ (Elf Städte) und besitzt somit die Stadtrechte und Woudsend gilt als moderner Wassersportort mit den im Kern liegenden denkmalgeschützten Häusern.

Aber wie in den vergangenen Jahren hat Christa auch in diesem Jahr wieder Logbuch geführt und wird dort noch auf die eine oder andere Begebenheit in bekannter Art näher eingehen. Ich glaube auch in diesem Jahr ist wieder einiges zum Schmunzeln dabei.

Nach einer Woche hieß es für uns wieder Abschied zu nehmen. Es ist nicht alles so gelaufen, wie wir uns das im Vorfeld vorgestellt hatten. Besonders bleibt die Unsicherheit woran es lag, dass wir diese eine Brücke nicht passieren konnten. Der kleine Kratzer hat uns übrigens 50 Euro unserer Kaution gekostet. Da waren wir mit Fritz nicht ganz einer Meinung, aber wir haben den Kratzer nun mal verursacht und haben es so hingenommen.

Trotz aller Widrigkeiten, die uns in diesem Jahr widerfahren sind, war es im Ganzen gesehen eine tolle erholsame Woche, an die wir uns gerne zurück erinnern. Wir haben beschlossen, dass es nicht unsere letzte Fahrt war und im nächsten Jahr sind wir ganz bestimmt wieder auf friesischen Gewässern unterwegs.

Spellen, im Juni 2009

Georg Jakobs

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Andrea und Christa an Board der „Noa Delano“

Simmerskip 1050 AK*cruise XL 4 Personen
„Noa Delano“

Heimathafen: Sneek (Niederlande/Friesland)

Charterunternehmen:

 

yachtchartersneek

Motoryacht Typ: Simmerskip 1050*cruise – Noa Delano

Technische Daten:

Länge: 10.50 m, Breite 3.70 m

Tiefgang 1.05 m

Durchfahrthöhe 2.40 m

Stehhöhe 1.95 m

Motor Mitsubishi Diesel (65 PS) 4 Zyl. Verbrauch 4 Liter/Stunde

Dieseltank 300 l

Wassertank 400 l, Abwassertank 200 l

Strom 12V + 220 Landstrom

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Logbuch 2009

Törnbilder 2009

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