Bootstour 2010

Flevoland, Friesland und Overijssel 2010

vom 29.05. – 04.06.2010

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Unser Schiff in diesem Jahr die Lucida

Heimathafen: Urk (Niederlande/Friesland)

Charterunternehmen:

yachtcharterurk


Motoryacht Typ: Pedro Solano 33 – Lucida
Technische Daten:

Länge: 10,30 m (33,8 Fuß)
Breite/Tiefgang: 3,50 m / 0,90 m

Baujahr / Refit:1994 / 2007

Personen: 6Personen
Kabinen/Kojen: 2 / 4+2

Motor: Volvo Penta
Antrieb: Diesel; Motorleistung: 100 PS (74 kW)

Steuerung: Steuerrad
Rumpfmaterial: Stahl; Gewicht: 10.000 kg

Treibstofftank: 400 ltr; Frischwassertank: 480 ltr

Heizung: Dieselheizung

Innenduschen: 2

pedrosolanogrungriss

Prolog:

Das letzte Jahr ist leider nicht so verlaufen, wie wir uns das im Vorfeld vorgestellt hatten.
Trotzdem sind wir auf den Wasserstraßen Frieslands unterwegs gewesen und haben dort eine sehr schöne und zum Teil aufregende Zeit verbracht. Es war also nie die Frage ob wir weiter zusammen fahren, sondern welche Strecken wir in diesem Jahr gerne erkunden wollten. Da wir den nördlichen Bereich Frieslands in den letzten Jahren ausgiebig befahren hatten, sollte unsere diesjährige Tour weiter im Süden beginnen.

Als Startpunkt hatten wir uns das Fischerörtchen Urk, direkt am Ijsselmeer ausgesucht.
Bei dem in Urk beheimateten Unternehmen Yacht Charter Urk, charterten wir das für uns passende Schiff, eine Pedro Solano 33. Die Lucida war nicht mehr das neuste Schiff und die 16 Jahre Charter sah man ihr auch an, aber sie entpuppte sich als zuverlässiges und gutes Schiff, das uns in dieser Woche hervorragend begleitet hat.

Von Urk aus ging es in diesem Jahr zuerst Richtung Norden, um die Bereiche der friesischen Gewässer und Orte, die wir noch nicht besucht haben zu erforschen.
Dazu gehören, die Orte am Ijsselmeer wie Lemmer und Workum und auch ein Besuch in Sneek war Pflicht, da wir von schon sehr oft von dort aus gestartet sind, aber noch nie dazu gekommen sind die Stadt zu besichtigen.
Über Sneek ging es wieder Richtung Süden, über das Tjeukemeer nach Echternerbrug und von dort durch das Naturschutzgebiet „De Weerribben“ mit der sehenswerten Kalenberger Gracht.

Unsere letzten Stationen waren mit Blokzijl und Vollenhove zwei Orte, die einst am Ufer der Zuiderzee lagen und durch die Landgewinnung von Meer abgeschnitten wurden.

Straßennamen wie Zuiderkade, Bierkade und Zeedijk erinnern an die Zeit, als Blokzijl noch am Ufer der Zuiderzee lag. Anders wie in Vollenhove oder Kuinre spielte die Fischerei für Blokzijl keine große Rolle, umso mehr Bedeutung kam dem Handel zu. Die Stadt stand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in voller Blüte.

In Blokzijl hatten wir ein besonderes Erlebnis, als wir nach der Ausfahrt aus der Schleuse, auf einem Anleger mitten im Wasser, den Skipper einer Männergruppe aus Duisburg entdeckten. Das Schiff dieser Gruppe ließ sich in der Schleuse nicht mehr starten, so dass sie das Schiff mit der Hand heraus ziehen mussten. Bei diesem Manöver hatte er es nicht mehr geschafft rechtzeitig auf das Schiff zu kommen und war jetzt mitten im Hafen gefangen. Wir haben diesen Schiffbrüchigen aufgenommen und ans rettende Ufer gebracht.

Vollenhove war in früheren Zeiten ein strategisch wichtiger Ort, im Westen die Zuiderzee und im Norden weitläufige Moore und Wälder. Ein Ort, an dem sich viele bedeutende Adelsfamilien niederließen, so dass Vollenhove auch als „Stadt der Paläste“ bekannt wurde.

Wir haben wieder eine schöne Woche auf dem Wasser verbracht. Das Wetter war dieses Mal super und die vielen Eindrücke, die wir in den schönen Städten und auf den Kanälen gesammelt haben, werden noch lange nachwirken.

Über unsere Erlebnisse während dieser Reise und auch über die mit dem Schiff und dem Charterunternehmen gemachten Erfahrungen , mit dem wir ja in diesem Jahr das erste Mal fuhren, berichtet Christa in gewohnter Form in unserem Logbuch.

Spellen, im Juni 2010
Georg Jakobs

Logbuch 2010

Törnbilder 2010

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