Bootstour 2012

Von Werder über Berlin zur Müritz (One-Way-Törn)

vom 12.05. – 19.05.2012

bootstour-2012-358

Unser Schiff in diesem Jahr die „La Onda“ mit Andrea und Christa in der Abendsonne.

Heimathafen: Werder (Havel)

Charterunternehmen:

yachtcharter-werder


Motoryacht Typ: Jetten 37 AC – La Onda

Besatzung und Baujahr:
Crewstärke (max): 6
Kabinen: 2
Baujahr: 2011

Maße:
Länge: 11,30 m
Breite: 3,80 m
Tiefgang: 1,00 m
Höhe ohne Cabrioverdeck: 3,00 m
Höhe inklusive Cabrioverdeck: 4,10 m

Motorleistung und Verbrauch:
Motor: Vetus-Deutz DT 44
Leistung: 84 kW (114 PS)
Verbrauch: ca. 5 l/h

Kapazitäten:
Kraftstofftank: 390 l
Frischwassertank: 480 l
Abwassertank: 125 l

la-onda-innen

Prolog und Kurzzusammenfassung der gefahrenen Strecke:

Auf zu neuen Ufern (Gewässern)

Nach dem wir jetzt schon viele Jahre in den Niederlanden unterwegs waren und dabei die Schönheit der Landschaft und die Freundlichkeit ihrer Bewohner kennen und schätzen gelernt haben, sind wir in diesem Jahr in einer ganz anderen Landschaft unterwegs gewesen.
Wie wir in unserem Bericht von 2011 schon angedeutet hatten, führte uns der diesjährige Törn nach Berlin und Umgebung.
Unser Schiff für diese Tour hatten wir schon früh gebucht und da wir bei der letzten BOOT ein ähnliches Schiff von diesem Hersteller besichtigen konnten, wussten wir, dass wir ein sehr schönes und geräumiges Schiff gechartert hatten. Unser Charterunternehmen war dieses Mal Yachtcharter Werder. Auch zu diesem Vercharterter hatten wir den Kontakt bereits bei der BOOT 2011 geknüpft.

Wir hatten unser Schiff, die La Onda, für einen One-Way-Törn von Werder nach Waren an der Müritz gechartert.
Eigentlich hatten wir geplant, auch einen Abstecher nach Berlin zu machen. Aber nach unseren Recherchen und den Gesprächen, die ich mit unserem Vercharterter, Herrn Seidel, im Vorfeld führen konnte, war uns schnell klar, dass auf Grund der sehr eindrucksvollen Landschaft, die uns auf dem Weg zur Müritz erwartete, die Tour durch Berlin entfallen musste.
Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

In Werder wurden wir sehr nett von Frau Gieseke (der Seele des Betriebes) begrüßt und von einem weiteren Mitarbeiter in die Technik des Schiffes eingewiesen.

Unser Ziel war an diesem Samstagnachmittag Potsdam. Kultureller Höhepunkt war am ersten Abend die Besichtigung der weitläufigen Parkanlage von Sanssouci und Teile der Stadt Potsdam.

Die streckenmäßig längste Etappe erwartete uns am Sonntag. Da wir für den landschaftlich schöneren Teil unserer Route, der Oberen-Havel-Wasserstraße, der Müritz-Havel-Wasserstraße und der Müritz, mehr Zeit zur Verfügung haben wollten, war unser Ziel Oranienburg. An der Oranienburger Havel direkt hinter dem Schloss Oranienburg, ist ein neuer Hafen mit sehr sauberen und gepflegten Sanitäranlagen angelegt worden, in dem man sehr ruhig und abseits der Stadt liegt.

Nachdem wir die Schleuse Lehnitz, am nächsten Morgen passiert hatten, biegen wir nach kurzer Zeit vom Oder-Havel-Kanal Richtung Schleuse Liebenwalde auf die Obere-Havel-Wasserstraße ab. In Zehdenick übernachten wir im Neuen Hafen am Ziegeleipark. Diese Anlage ist neu und befindet sich noch im Aufbau. Die Sanitärräume befinden sich zurzeit in Containern und sind ausreichend.

Auf unserem Weg nach Fürstenberg, durchfahren wir wohl den schönsten Teil, der Strecke, die auch als das „Blaue Paradies“ beschrieben wird. An diesem Tag fahren wir ganz alleine durch die wunderbare Landschaft und auch in den Selbstbedienungsschleusen, die wir passieren, sind wir alleine. In Fürstenberg übernachten wir im Yachthafen mit seinem Restaurant, das man ohne weiteres empfehlen kann.

Nach Fürstenberg machten wir uns auf Richtung Mecklenburgischer Seeplatte. Nachdem wir die 5 Schleusen, Fürstenberg, Steinhavel, Strasen, Canow und Diemitz passiert haben machen wir in Mirow an dem Anleger von Rick & Rick kurz hinter dem Stadthafen fest.

An unserem 6. Tag auf dem Wasser geht es, hinaus auf die Müritz, auch „kleines Meer“ genannt. Im Yachthafen des WSC Röbel verbringen wir unsere vorletzte Nacht an Bord der La Onda. Der WSC Röbel ist ein Hafen mit komplettem Service für den Wassertouristen und kann von uns ohne Bedenken weiter empfohlen werden.

Unsere letzte Etappe führt uns von Röbel nach Waren. Da im Stadthafen von Waren ein großes Stadtfest, die Müritz Sail stattfand, haben wir mit unseren Vercharterter vereinbart, dass die Übergabe des Schiffes nicht in Waren sondern im Nachbarhafen Eldenburg erfolgt. So haben wir den überfüllten Hafen von Waren nur kurz mit dem Schiff besucht und sind direkt weiter zu unserem Zielhafen Eldenburg gefahren.

Es war wieder eine sehr schöne Woche die wir auf dem Wasser verbringen durften. Das Wetter war größten Teils trocken, aber kühl. Über ein paar Grad mehr hätten wir uns nicht beschwert.

Das Charterunternehmen, Yachtcharter Werder, kann von uns weiter empfohlen werden. Die Yacht war in einem Topzustand, der Service bei der Übergabe am ersten und am letzten Tag verlief ohne Probleme und es gab von beiden Seiten keine Beanstandungen.
Wir haben eine schöne eindrucksvolle Woche erlebt. Es ist schon imponierend den Wechsel der Landschaft, vom unruhigen Berlin über die verträumte Havel, bis hin zur endlosen Weite der Müritz zu erleben.

Wie immer soll dies nur eine kleine Zusammenfassung unseres Törns sein.
Alle unsere Erlebnisse und Eindrücke hat Christa wieder in ihrem Logbuch festgehalten.
Es lohnt bestimmt, sich die Zeit zu nehmen und beim Lesen des Logbuches und Betrachten der Törnbilder, diesen Törn gemeinsam mit uns zu erleben.

Spellen, im Juni 2012
Georg Jakobs

Törnetappen Schleusen km
Werder – Potsdam 13
Potsdam – Oranienburg 1 51
Oranienburg – Zehdenick (Ziegelei) 4 42
Zehdenick – Fürstenberg 5 37
Fürstenberg – Mirow 4 36
Mirow – Röbel 1 26
Röbel – Waren (Eldenburg) 16
Gesamt 15 221

 

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