Logbuch 2014 April

Montag 07. April 2014

Dieses Mal ist es für Andrea und mich mal etwas anders als in den letzten Jahren, als wir zusammen mit Christa nach Friesland gefahren sind. Christa konnte leider an diesen Tagen keinen Urlaub bekommen und so sind Peter und Nicole eingesprungen, die auch gerne einmal mit uns eine Bootstour machen wollten.
Bei dieser Gelegenheit wollten sie für sich einmal testen, ob ein solcher Bootsurlaub auch etwas für sie ist. Da Peter gerne mit seinem Auto fahren wollte, wurden wir am Montag vor unserer Haustüre abgeholt (was für ein Service).

Nach einer gemütlichen Fahrt waren wir recht früh in Langelille bei De Driesprong und hatten, nachdem wir uns die Schiffe angesehen hatten, noch Zeit für einen Kaffee im Eetcafe.
Bei De Driesprong wurden wir sehr freundlich von Frau van Arem in der Rezeption und Henk dem Techniker des Hauses empfangen.
Gegen 13:00 Uhr konnten wir schon an Bord gehen und unser Gepäck verstauen. Nach der technischen Einweisung, durch Herrn Veenstra, haben wir um 14:00 Uhr den Hafen von De Driesprong verlassen.

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Für den nächsten Tag waren Sturmböen von 8-9 Bft angesagt, so dass ich bei diesem Wind nicht auf den großen friesischen Seen unterwegs sein wollte.
Wir entschlossen uns nach Blockzijl zu fahren, denn eine Fahrt durch den Nationalpark De Weerribben, mit der Kalenberger Gracht, ist immer wieder schön.

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Um 15:00 Uhr passierten wir die Driewegsluis und kurze Zeit später fuhren wir, nachdem wir die Brücke von Ossenzijl durchfahren hatten, in den Nationalpark ein.
Zu dieser frühen Jahreszeit, waren wir fast ganz alleine unterwegs.

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Nach einer ruhigen Fahrt erreichten wir schließlich Blockzijl. Nach dem Schleusen und einen kurzen Plausch mit dem Hafenmeister, lag die Adrianus sicher im Hafen. Gegen 18:00 Uhr machten wir uns zum Landgang auf.

In Blockzijl liefen schon die Vorbereitungen für das große Hafenfest am folgenden Wochenende, an dem wir bestimmt keinen Liegeplatz mehr gefunden hätten. So lagen wir aber nur mit wenigen Booten im Hafen, über dem sich so langsam ein Gewitter zusammen braute.

Daten: 
Abfahrt De Driesprong
Fahrtzeit 3 Stunden 30 Minuten
Entfernung 28 km
Ziel Blockzijl

 

Dienstag 08. April 2014

Nach einer sehr unruhigen, windigen und verregneten Nacht ließen wir den neuen Tag ganz gemütlich beginnen. Peter und Nicole machten sich auf zum Sanitärgebäude (ja in diesem Jahr haben wir es gefunden) um zu duschen und Andrea bereitete das Frühstück vor.
Unser Ziel für den Vormittag war Giethoorn.

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Um 9:30 Uhr hieß es Leinen los und in der Schleuse erwischte uns der erste Regen.
Aber auch für Bootsfahrer gilt, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

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Vom Giethoornse Meer ging es dann durch die Walengracht auf die Beulaker Wijde. Auf diesem See wurde es dann doch zwischendurch etwas unruhiger und wir waren froh, dass wir an diesem Tag nicht auf den ganz großen Seen unterwegs waren.

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Kurz nach 11 Uhr waren wir dann in Giethoorn. Da es aufgehört hatte zu regnen, entschlossen wir uns zu einem Rundgang entlang der Giethoorner Grachten.

Zum Mittag gab es dann noch Pannekoeken mit Speck. Ohne nass zu werden machten wir uns um 14:00 Uhr wieder auf und legten ab, um wieder Richtung Norden zu fahren. Unser Ziel für heute Abend war Ossenzijl mit dem Yachthafen De Kluft, an dem wir schon oft vorbeigefahren waren.

Über den Beukers–Steenwijk-Kanal und den Steenwijk-Ossenzijl-Kanal kamen wir bei stürmischem Wind und mehreren Hagelschauern um 16:30 Uhr an unserem Ziel an.

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Im Hafen war noch nichts los und der Hafenmeister erwartete uns scheinbar schon. Leider war auch die Restauration im Yachthafen an diesem Tag geschlossen. Also machten wir uns auf , um im Ort eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Aber an diesem Tag hatte sich leider alles gegen uns verschworen, denn alle Lokale hatten geschlossen.
In einem kleinen Supermarkt kauften wir dann noch etwas ein, um den Abend dann eben an Bord gemütlich ausklingen zu lassen.

Daten:
Abfahrt Blockzijl
Fahrtzeit 1Stunden 45 Minuten
Entfernung 8 km
Ziel Giethoorn

Daten:
Abfahrt Giethoorn
Fahrtzeit 2 Stunden 30 Minuten
Entfernung 20 km
Ziel Ossenzijl De Kluft

 

Mittwoch 09. April 2014

Wir hatten für heute mit Frau van Arem ausgemacht, dass wir das Schiff erst um 11:00 Uhr abgeben brauchten (das war möglich, weil die Adrianus nicht direkt weiter vermietet war). Dafür möchten wir uns noch einmal bedanken.
Also hatten wir heute Vormittag noch etwas Zeit und brauchten uns nicht zu hetzen. Um 7:00 sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein aufgestanden. Nachdem Frühstück, haben wir den Hafen um 8:30 Uhr verlassen.

Die letzten Stunden haben wir dann bei langsamer Fahrt und schönem Wetter genossen und die Adrianus um 10:10 Uhr im Heimathafen De Driesprong fest gemacht.

 

Daten:


Abfahrt Ossenzijl De Kluft
Fahrtzeit 1 Stunden 40 Minuten
Entfernung 12 km
Ziel De Driesprong

Nachdem wir das Schiff geräumt und abgerechnet hatten, hat uns Henk noch unser Schiff für den Sommer, die Solea, gezeigt. Wir durften auch noch einen Blick in die Belone werfen. Ein Schiff, dass für kleine Familien oder drei Erwachsene ideal ist.

Warum die Belone? Richtig es scheint, als ob Peter und Nicole sich mit dem Bootsvirus infiziert haben und sie wollten sich mal ein kleineres Schiff ansehen, mit dem sie zu dritt unterwegs sein können.

Wir haben drei schöne Tage auf der Adrianus verbracht. Auch mit Peter und Nicole haben wir sehr viel Spaß gehabt und wer weiß vielleicht fahren wir noch einmal zusammen.
Das Wetter war nicht immer toll, aber das kann man Anfang April auch nicht erwarten. Peter und Nicole hat es auch sehr gut gefallen. Sogar so gut, dass sie vielleicht selbst einen eigenen Bootsurlaub planen.
Mit der Adrianus hatten wir ein sehr schönes geräumiges Schiff, das uns vier ausreichend Platz bot. Ein einziger Kritikpunkt ist vielleicht, dass die Toiletten so seltsam in die Ecken montiert wurden, dass sie für normal gewachsene Erwachsene kaum zu nutzen sind, obwohl der Raum eigentlich groß genug wäre.

Wir möchten uns noch einmal beim Team von De Driesprong, besonders bei Frau van Arem und Henk, für den guten Service bedanken.
Wir kommen gerne wieder und freuen uns schon auf den Sommer, wenn wir mit der Solea unterwegs sein werden.

Spellen im April 2014
Georg  Jakobs

 

Törnbilder:

 

Spellen April 2014

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