Logbuch 2015

Neue Erfahrung; Ein Urlaub mit dem Wohnmobil

 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Heute beginnt unser Urlaub, der für Andrea und mich eine ganz neue Art des Reisens darstellt. Wir wollen 2 Wochen lang mit einem Wohnmobil durch Norddeutschland fahren und dort bleiben, wo es uns gefällt.

Geplant war, dass wir am Freitagmorgen losfahren wollten. Gestern rief mich dann unser Vermieter Herr Deges, von Reisemobile-Niederhein an und sagte mir, dass wir das Wohnmobil statt Donnerstagnachmittag schon morgens abholen könnten. Dieses Angebot haben wir gerne angenommen, da wir so schon heute die erste Etappe fahren konnten.

Um 10 Uhr konnten wir unser Mobil in Empfang nehmen und nach einer ausführlichen Unterweisung, ging es erst einmal nach uns zuhause zum Beladen.

Punkt 16 Uhr beginnt das Abenteuer.

Heute führt uns der Weg bis ins Emsland. In Lathen, finden wir einen sehr schönen Stellplatz unmittelbar an einem See. Dieser gehört zum Hotel Restaurant Latherner Marsch.

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Auf dem Parkplatz ist ein eigener Bereich für Wohnmobile reserviert, welcher mit Bäumen bepflanzt ist. Diese Plätze befinden sich direkt am See. Rasengittersteine geben den idealen Untergrund für den Stellplatz.

Im Kiosk meldet man sich an und findet dort neben der Brötchenbestellung auch den Grundbedarf für den Aufenthalt, sowie Snacks und weitere Speisen.

Nach einem Rundgang im Sonnenschein um den See, stärken wir uns am Mobil mit einer leckeren Currywurst vom Kiosk. Den Abend lassen wir bei einem Glas Sekt im Wohnmobil ausklingen.

Daten Tour 1:

Lathener Marsch, 49762 Lathen, Marschstrasse 4

Spellen – Lathen 178 km

Stellplatz: 8,50€ (davon 2,50€ Verzehrgutschein für Restaurant)

Strom: 1,95€/Nacht

Wasser: 1,00€/80l

Entsorgung: 1,00€

Freitag, 22. Mai 2015

Gegen 8 Uhr werden wir durch herrlichen Sonnenschein geweckt. In den Betten des Wohnmobils haben wir sehr gut geschlafen und nachdem Aufstehen, konnten wir die bestellten Brötchen im Kiosk abholen.

Nach dem gemütlichen Frühstück, packen wir alles zusammen und machen uns fertig um unsere Reise Richtung Nordsee fortzusetzen.

Den größten Teil der Strecke fahren wir auf der B401, entlang des Küstenkanals, bis Oldenburg. Diese Strecke ist besonders schön, weil sie an Landhäusern mit auffällig schönen Rhododendron-Hecken vorbei führt. Auch wird immer wieder ein Blick auf den Kanal, mit seinen Schiffen frei.

Für die Pfingsttage, haben wir einen Stellplatz auf der Halbinsel Butjadingen in Fedderwardersiel, auf dem Reisemobilhafen der Familie Henken reserviert.

Da wir schon heute morgen Richtung Norden losfahren konnten, haben wir mit dem Pfingstreiseverkehr nichts zu tun. Um 12:30 Uhr kommen wir nach staufreier Fahrt in Fedderwardersiel an.

An der Einfahrt zum Reisemobil-Hafen treffen wir Herrn Henken an, der uns auch sofort einen Stellplatz zuweist. Noch sind sehr viele Plätze frei, doch an Hand der reservierten Plätze erkennen wir sofort, wie wichtig es war, uns auch einen Platz über die Feiertage zu sichern.

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Die Stromversorgung wird hier auf dem Platz durch die Familie Henken hergestellt, da die Stromverteilerkästen Hochwassergeschützt auf hohen Pfählen angebracht sind.

Die Entsorgungsstation macht zur Zeit noch einen sehr behelfsmäßigen Eindruck. Aus diesem Grund ist die Ver- und Entsorgung täglich nur um 10 Uhr zugänglich, da dann Mitarbeiter der Familie vor Ort sind. Herr Henken hat uns aber zugesagt, dass nach Absprache auch andere Zeiten möglich sind (eine Telefonnummer wird angegeben).

Im nächsten Jahr, soll sich das aber, laut Aussage von Henken’s, ändern. Die V&E Station wird dann komplett neu angelegt.

Der Stellplatz besteht aus einer geschotterten Wiese, ist gut befahrbar und einigermaßen eben.

Womo_Mai_Juni_2015_029Der Ort Fedderwardersiel entstand mit dem Bau eines neuen Sieles und Sielhafens nahe Fedderwarden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Das damals noch nahe der Küste verlaufende Wesserfahrwasser verlagerte sich im Laufe der Zeit so weit, dass der Hafen als Handelsplatz an Bedeutung verlor. Heute ist der Hafen über den Fedderwarder Priel mit der Fahrrinne der Weser verbunden.

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Vom Stellplatz zum Hafen, sind es nur wenige hundert Meter. Wir machen uns auf den Weg um den Hafen zu besichtigen und stärken uns mit Kibbeling und Pommes vom Stand.

Den Nachmittag genießen wir mit einer Tasse Kaffee in der Sonne am Wohnmobil.

Wir bestellen uns noch Brötchen, für die folgenden Tage, im Hafenmarkt Henken.

In der Abendsonne machen wir noch einen Spaziergang über den Deich Richtung Burhave, bis zum Strandbad. Für den Rückweg nutzen wir den Uferweg entlang des Wattenmeeres bis zu unserem Stellplatz.

Daten Tour 2:

Henken´s Reisemobil-Stellplatz, 26969 Butjadingen, Am Hafen 6

Lathen – Fedderwardersiel 150 km

Stellplatz: 5,00€

Strom: 2,50€/Tag

Wasser: 1,00€/100l

Entsorgung: 1,00€

Kurtaxe: 2,20€/Pers.

Samstag, 23. Mai 2015

Heute Nacht hat es stark geregnet, aber pünktlich zum Brötchen holen, lässt der Regen nach. Da das Womo jetzt schön nass und eingeweicht ist, nutze ich die Gelegenheit und bringe mir im Hafenmarkt einen Schwamm mit, um die Windschutzscheibe von den Fliegen zu reinigen.

Nach dem Frühstück und gemütlichem  lesen der Zeitung, haben sich die Regenwolken ganz verzogen.

Wir nutzen den Rest des Tages, für eine Wanderung entlang des Watts und durch die Salzwiesen.

Vom Fischstand, wo wir wieder Rast machen, haben wir einen schönen Blick über unseren Stellplatz.

Abends gehen wir noch zum Yachthafen des Seglervereins. Dort findet das traditionelle Pfingstprickenfest statt.

Eigentlich markiert eine Pricke das Fahrwasser und weist den Weg zu sicheren Häfen. Auch der Fedderwardersieler Priel, die Zufahrt zum Yachthafen in Fedderwardersiel ist „ausgeprickt“.

Eine besondere Pricke stellt der Butjadinger Yachtclub am Yachthafen auf: die Pfingstpricke.

Zu vergleichen mit dem Maibaum setzen bei uns.

Nach einem kleinen Umzug über das Hafengelände stemmten Mitglieder des Yachtclubs die geschmückte Birke in die Höhe. Nachdem die Pfingstpricke neben der Bootshalle sicher aufgestellt ist, stärken sich die Segler und Motorbootskipper bei Bier und Bratwurst.

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Die German Bagpipers, eine schottische Musikgruppe, spielt zu frisch gezapftem Pils vor der Halle.

Im Wind wurde es uns aber zu ungemütlich, so dass wir es vorzogen zurück zum Wohnmobil zu gehen.

Sonntag, 24. Mai 2015

Die Wolken von gestern haben sich verzogen. Der Himmel erstrahlt heute in einem wunderbarem blau. Nur dieser eklige kalte Wind hat nicht nach gelassen.

Da heute rund um das Hafengelände einige Veranstaltungen angeboten werden, bleiben wir vor Ort.

Von 11:00 – 13:00 Uhr findet an der Einfahrt zum Hafen ein Hafenkonzert statt.

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Die Lokschuppen-Combo, eine Amateur-Band aus Butjadingen, gibt ihr bestes um das Publikum zu begeistern.

Auch wir lauschen den Klängen bei einem leckeren Bier und für Andrea gibt es einen warmen Lumumba.

Der Jugend und den Hunden macht dieser kalte Wind nichts aus. Sie nutzen die Ebbe um am Priel ein Schlammbad zu nehmen.

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Der Hafen mit seinen Krabbenkuttern, ist einer der Hauptanziehungspunkte von Fedderwardersiel. Von dort aus unternimmt das Fahrgastschiff „MS Wega II “ seine Fahrten in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und zu den Seehunden.

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Wir verzichten auf eine solche Fahrt, da wir erst vor kurzem von Neuharlingersiel aus so einen Ausflug gemacht haben.

Wir besichtigen noch den Seenot-Rettungsschuppen und verbringen den Rest des Tages am Wohnmobil.

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Im Windschatten genießen wir die Sonne und auch der Grill wird noch eingeweiht.

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Bei gutem Wetter, kann man von unserem Stellplatz aus bis zu den imposanten Verladeanlagen,  für den Auto- und Containerverkehr, von Bremerhafen sehen.

Montag, 25. Mai 2015

Nach dem Frühstück, lassen wir uns durch den Platzbetreiber von der Stromversorgung trennen und nutzen auch noch die Entsorgung am Stellplatz.

Wir wollen weiter der Nordseeküste entlang nach Neuhaus an der Oste.
Die Lage direkt an der Oste, lädt in Neuhaus zum Angeln, Wandern und Radfahren ein.

Der Yachthafen mit dem angrenzendem Adventure Golf Park und dem Wohnmobilstellplatz, ist unser Ziel für heute.

Die Anmeldung für den Stellplatz erfolgt am Golfplatz, bei dem sehr freundlichen Platzwart. Auch Duschen und Toiletten sind vorhanden, aber dafür muss man sich beim Hafenmeister des Yachtclubs anmelden, da diese Räumlichkeiten dem Yachtclub gehören.

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Die Stellplätze sind eben und mit Rasengittersteinen befestigt.

Wir stärken uns noch einmal am Wohnmobil und machen dann einen Spaziergang durch das Dorf, bis zum Sperrwerk hinauf. Dieser Weg war erheblich weiter, als wir uns das vorgestellt hatten.

Wir kommen auch an dem alten Hafen von Neuhaus vorbei, in dem, wegen der Ebbe, die Schiffe im Schlick liegen.

Bei einer Pause gibt es für Andrea ein großes Stück Torte, im Tante Emma Laden des Ortes, der „Klönstuv“.

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Ein nettes kleines Lokal, in dem, außer vielen Dingen zum täglichen Leben, sehr leckerer selbstgemachter Kuchen angeboten wird. Auch die Brötchen zum Frühstück bestellen wir hier.

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Abends besuchen wir noch unseren Platzwart am Golfplatz und statt Abendbrot, gibt es heute mal eine Currywurst.

Daten Tour 3:

Wohnmobilstellplatz „Am Yachthafen“, 21785 Neuhaus (Oste), Am Yachthafen

Fedderwardersiel – Neuhaus 105 km

Stellplatz: 10,00€ (soll auf 9,00€ geändert werden und Strom/Verbrauch)

Strom: inkl. (soll geändert werden lt. Aussage des Platzwartes)

Wasser: inkl. (bei der Gärtnerei Heller)

Entsorgung: inkl. (bei der Gärtnerei Heller)

Duschen: 2,00€ (am Yachtclub)

Dienstag, 26. Mai 2015

Der Wind will einfach nicht nach lassen und heute Nacht hat es auch noch wie aus Kübeln geregnet. Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage, dass sich das auch für unser Ziel Schleswig-Holstein nicht durchgreifend ändern soll, sondern der Regen soll noch zunehmen.

Beim Frühstücken beschließen wir, nicht weiter an der See zu bleiben. Im Bereich der Mecklenburgische Seeplatte, soll das Wetter nicht ganz so schlecht werden.

Also wird das Navi umprogrammiert, denn das ist auch ein Vorteil des Wohnmobils, man ist nicht Ortsgebunden und kann zu jederzeit auf bestimmte Umstände reagieren.

Wir geben den Schlüssel für den Stromkasten beim Platzwart ab und nutzen anschließend die V&E Station an der Gärtnerei Heller. Diese Anlage ist sehr gut angelegt und müsste eigentlich für Mobile jeder Größe zu nutzen sein.

Als Zwischenstation auf dem Weg zur Müritz, haben wir uns den schönen Flecken Artlenburg an der Elbe ausgesucht. Dieser Campingplatz bietet Wohnmobilstellplätze direkt an der Elbe an.

Die Anfahrt gestaltet sich etwas schwierig, da das Navi die Zielstraße im Bereich des Deiches anscheinend nicht kennt. Wir sind nicht das einzige Mobil, das diese Schwierigkeiten hat, aber mit etwas Geduld finden wir auch diesen Platz.

Wir können uns auf einen Stellplatz mit direktem Blick zur Elbe stellen. Dieser Platz ist zwar etwas teurer als der Standartplatz auf dem Gelände, aber das ist uns die Sache wert. Der Stellplatz ist eben auf einer Wiesenfläche.

Alle Gebäude dieses Campingplatzes sind in Containern untergebracht, da der Platz im Winter und bei Hochwasser der Elbe, geräumt werden muss.

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Wir stehen genau auf einer Landzunge zwischen Elbe und der Einfahrt zum Yachthafen.

Das Wohnmobil, das wie wir den Weg gesucht hatte steht jetzt genau neben uns. Wir lernen dadurch ein sehr nettes Ehepaar kennen, das aus Friedrichshafen kommt und auf dem Weg zur Nordsee ist. Da beide schon Rentner sind, ist das Wohnmobil für sie die meiste Zeit des Jahres ihr Zuhause.

Hier an der Elbe ist locker bewölkt, aber auch windig.

Daten Tour 4:

Stellplatz am Sportboothafen, 21380 Artlenburg, Große Straße 2

Neuhaus – Artlenburg 145 km

Stellplatz: 15,00€ an der Elbe (10,00€ auf dem Gelände)

Strom: inkl.

Wasser: inkl.

Entsorgung: inkl.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Die Nacht über hat es wieder stark geregnet, aber der Wind hat die dicken Regenwolken vertrieben.

Hier auf diesem Platz wird leider kein Brötchendienst angeboten und auch der Ort ist uns zum laufen zu weit. So frühstücken wir heute mit leckerem selbstgemachtem Knäckebrot, dass ich vor unserer Fahrt extra für solche Fälle gemacht habe.

Unser Ziel für heute steht fest, wir möchten gerne zur Müritz und haben uns den Yachthafen von Röbel als Endpunkt ausgesucht. Da die Ver- und Entsorgung hier inklusive ist, nutzen wir das  um unser Trinkwasser noch mal aufzufüllen und Grauwasser zu entsorgen.

Nach einer sehr schönen Fahrt, die uns hauptsächlich über Bundesstraßen führte, kommen wir gegen 14:00 Uhr in Röbel an. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir unterwegs noch gemacht, um unsere Vorräte etwas aufzufüllen.

Nach der Anmeldung, bei der freundlichen Hafenmeisterin, können wir uns einen Stellplatz aussuchen. Abgesehen, von den Stellplätzen an der Einfahrt, sind die meisten Plätze unter Bäumen und sehr uneben, so dass man ohne Ausgleichskeile kaum gerade stehen kann.

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Brötchen zum Frühstück können wir auch hier am Hafen nicht bekommen. Wie uns die Hafenmeisterin mitteilte, gelingt es dem Bäcker nicht die am Hafen vorhandene Filiale mit Personal zu besetzen.

Es ist nicht mehr so windig und so nutzen wir den Nachmittag für einen Spaziergang zu den Müritzfischern (hier waren wir 2012 mit dem Schiff) und in den Ort.

Von unserem Besuch in 2012 wissen wir, das man am Seglerhafen, im Restaurant „Regattahaus“, sehr gut Fisch essen kann und so ist für uns klar, wie wir diesen Abend ausklingen lassen. Wir müssen aber leider im Lokal sitzen, da es draußen doch eindeutig zu kühl ist.

Daten Tour 5:

Stellplatz am Seglerhafen, 17207 Röbel, Müritzpromenade 20

Artlenburg – Röbel 177 km

Stellplatz: 14,00€

Strom: inkl.

Wasser: inkl.

Entsorgung: inkl.

Kurtaxe: 1,00€/Pers.

Donnertag, 28. Mai 2015

Unser Stellplatz unter den Bäumen sagt uns nicht so ganz zu. Also beschließen wir einige Kilometerweiter in den Müritz-Nationalpark zu fahren. Dort habe ich über die Promobil-App einen Stellplatz gefunden, den Camping- und Ferienpark Havelberge am Woblitzsee.

Bei dieser Anlage handelt es sich um einen sehr großen Campingpark, der aber auf Grund der Vorsession kaum besucht ist.

Der Empfang an der Rezeption ist sehr freundlich und professionell. Nach dem wir uns die Stellplätze angesehen haben, buchen wir den ausgesuchten Platz und bekommen für die Ein und Ausfahrt eine Magnetkarte.

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Die Stellplätze sind terrassiert angelegt und haben alle eine eigene Strom- und Wasserversorgung. Auf Wunsch kann man auch Komfortplätze buchen, die dann zusätzlich noch einen eigenen TV-Anschluss haben.

Wir besichtigen noch die weitläufige Anlage und den See.

Den Rest des Tages relaxen wir vor dem Womo und abends muss ich das Relegationsspiel zur 1. Bundesliga sehen.

Daten Tour 6:

Camping- und Ferienpark Havelberge, 17237 Userin (Groß Quassow), An den Havelbergen 1

Röbel – Groß Quassow 43 km

Stellplatz: 12,00€

Strom: 3,00€/Tag

Wasser: inkl.

Entsorgung: inkl.

Dusche: 0,90€/3min

Freitag, 29. Mai 2015

Heute morgen haben wir wieder einmal strahlend blauen Himmel. Nach dem aufstehen, hole ich erst einmal Brötchen im Supermarkt der Campinganlage. Die Brötchen kann man nicht weiter empfehlen. Es handelt sich um Aufbackbrötchen, die zudem auch nicht besonders schmecken.

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Bei diesem herrlichem Wetter mache ich die Räder startklar und wir machen eine schöne Radtour in die umliegenden Dörfer, Groß Quassow, Useriner Mühle und Zwenzow. Durch den Nationalpark fahren wir über Waldwege nach Leussow und Zirtow.

In den kleinen Orten gibt es keine Radwege und die Straßen bestehen zumeist aus altem Kopfsteinpflaster. Da Andrea erst kurz vor unserem Urlaub an der Schulter operiert wurde, sind diese Wege nicht so optimal.

In Wesenberg machen wir Rast am Hafen und gestärkt durch eine Kartoffelsuppe bzw. einem Fischbrötchen, machen wir uns wieder auf den Heimweg. Von Wesenberg führt ein sehr schöner neu angelegter Fahrradweg entlang des Woblitzsees, zurück zum Campingpark.

Wie ich oben schon schrieb, sind nicht überall Radwege vorhanden, aber es sind sehr viele Wege neu angelegt und man merkt, dass man sich hier auf den Fahrradtourismus einstellt.

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Zum Abschluss eines schönen Tages, wird heute noch gegrillt.

Samstag, 30. Mai 2015

Zum Frühstück habe ich heute keine Brötchen geholt, denn die schmeckten uns wirklich nicht. Wir wollen heute weiter nach Wittenberge, dort soll es einen schönen Stellplatz direkt an der Elbe geben.

Nach dem wir uns an der Rezeption abgemeldet haben, packen wir gemütlich alles zusammen und machen uns auf den Weg.

Über Landstraßen kommen wir nach Wittenberge, aber der Platz ist mehr als voll und eindeutig viel zu windig. Ich befrage mal wieder meine App und in der Nähe zu unserem Standort finde ich in Perleberg einen sehr gut bewerteten Platz.

Wir fahren einige Kilometer zurück und kommen um 13:30 in Perleberg an der Neuen Mühle an.

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Das ist wirklich mal ein Topplatz! Direkt an der Stepenitz gelegen, abgeteilt durch Hecken, mit Blick zum Wasser, findet jedes Wohnmobil einen ausreichend großen Stellplatz.

Außer uns steht nur noch ein Mobil auf dem Gelände.Wir erkunden die Umgebung zu Fuß und zur Belohnung gönnen wir uns ein Eis bzw. ein Stück Kuchen in der Gaststätte.

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Eine Besonderheit sind hier die angebotenen „Stepenitz Kahnfahrten“. In Speewaldkähnen, kann man hier von Perleberg zur Neuen Mühle fahren, dort hausgebackenen Kuchen genießen und wird anschließend mit dem Kahn wieder nach Perleberg gefahren.

Heute Abend gehen wir noch einmal zum Essen in die Neue Mühle.

Für mich gibt es heute Abend noch das Pokal Endspiel Wolfsburg – Dortmund und Andrea wird wohl noch einige Seiten aus Ihrem Buch schaffen.

Daten Tour 7:

Stellplatz Neue Mühle, 19348 Perleberg, Neue Mühle 3

Groß Quassow – Perleberg 132 km

Stellplatz: 10,00€

Strom: 2,00€/Tag

Wasser: inkl.

Entsorgung: inkl.

Dusche: 1,00€/4min

Sonntag, 31. Mai 2015

Die Sonne meint es auch heute wieder gut mit uns, also machen wir nach dem Frühstück die Räder fertig und fahren Richtung Wittenberge. Wir kommen durch kleine Orte wie Weisen und Breese und fahren in einer Schleife wieder zurück.

In Perleberg besichtigen wir den Ort und stärken uns mit einer Pizza.

Wir genießen den Rest des Tages in der Sonne am Womo, ganz ohne Lärm, nur das Quaken der Frösche und das Singen der Vögel ist hier zu hören.

Montag, 01. Juni 2015

Gestern Abend ist noch eine Gruppe mit 6 Wohnmobilen gekommen. Bevor wir heute weiter fahren, haben wir noch sehr nette Gespräche mit dieser Gruppe. Die sind auf dem Weg zur Müritz und wollen dann eventuell weiter zur See. Diese Truppe besteht nur aus Rentnern, da geht man solche Touren viel ruhiger an, weil man fährt wann und wohin man Lust hat und die Zeit spielt auch keine Rolle.

Wir fahren heute weiter zum Steinhudermeer. Nach dem wir an der Ver- und Entsorgungsstation waren, verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg.

Bis Burgdorf bei Hannover fahren wir nur Landstraßen. Den Rest der Strecke geht es dann über die Autobahn.

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Gegen 14:30 Uhr kommen wir an unserem Stellplatz an. Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir noch einen Bummel durch das Dorf und an der Promenade entlang. Anschließend können wir im Windschatten, noch vor dem Womo in der Sonne sitzen.

Daten Tour 8:

Reisemobil-Stellplatz, 31515 Wunstorf – Steinhude , Bruchdamm

Perleberg – Steinhude 248 km

Stellplatz: 11,00€

Strom: 0,60€/kwh

Wasser: 1,00€/100l

Entsorgung: inkl.

Dusche: 1,00€/5min

Dienstag, 02. Juni 2015

Zwischen 8:00 und 8:30 Uhr kommt hier der Bäckerwagen auf den Platz. Endlich wieder einmal lecker Brötchen. Wir frühstücken in aller Ruhe und beobachten das Wetter.

Eigentlich wollen wir heute mit den Rädern rund um das Steinhudermeer fahren. Leider ist es extrem windig, es sind Böen von 6-7 angesagt, so das wir unser Vorhaben zu den Akten legen.

Stattdessen machen wir eine Wanderung ins Naturschutzgebiet „Ostufer Steinhudermeer“. Durch den Ort Steinhude und seine Vororte gehen wir zum Teil am Wasser entlang. Doch ca. 6 km vom Stellplatz entfernt lösen sich leider meine Wanderschuhe auf. Wir müssen notgedrungen unsere Tour abbrechen.

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Wie ein humpelnder Storch mache ich mich auf den Heimweg.

Wir machen uns zum Mittag im Womo eine Kleinigkeit zu Essen. Am Nachmittag gehen wir noch am Ufer entlang Richtung Hagenburg und haben dabei einen schönen Blick zur Insel Wilhelmstein.

 

Auf dem Rückweg gönnen wir uns noch ein Aalbrötchen und an der Promenade genießen wir bei einem Bier, den Blick aufs Meer.

Mittwoch, 03. Juni 2015

Heute ist unser letzter ganzer Urlaubstag. Morgen müssen wir uns schon wieder auf den Heimweg machen.

Wir beginnen den Tag mit frischen Brötchen und frühstücken ganz gemütlich.

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Es ist schon wieder so windig. Wir wollen doch noch gerne zur Insel, sind uns aber nicht sicher, ob bei dieser Windstärke überhaupt jemand rüber fährt. Am Fahrkartenschalter wird uns gesagt, dass eine Überfahrt möglich ist und wir entschließen uns mit dem nächsten Linienschiff überzusetzen. Für eine Fahrt mit den offenen Segelbooten (Auswanderer) ist es uns eindeutig zu kalt und zu windig.

Für uns ist die Insel deshalb so interessant, weil Andreas Großeltern viele Jahre als Verwalter auf der Insel tätig waren und Andrea in ihrer Kindheit viel Zeit dort verbracht hat. Auch als Andrea und ich uns kennen lernten, sind wir oft zu Besuch auf der Insel gewesen.

Auf der Insel angekommen machen wir einen Rundgang. Für uns ist interessant, was sich alles verändert hat. Auch eine Besichtigung der Festung darf nicht fehlen. Andrea erinnert sich, dass sie damals ihren Opa unterstützt hat und sogar Führungen durch die Festung gemacht hat.

Es ist schön mal wieder alles gesehen zu haben, aber wir fahren jetzt wieder zurück auf das Festland.

Zum Abschluss gehen wir noch einmal bei der Räucherei Schweers Essen und für unsere Lieben zu Hause holen wir noch jeweils einen Räucheraal.

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Da das Wetter immer besser wird, können wir den Abend noch vor dem Womo genießen.

Man merkt, dass morgen in NRW Feiertag ist, Der Platz füllt sich immer mehr und es ist aus mit der Gemütlichkeit. Jeder freie Platz wird jetzt genutzt, wenn man kurz ins Mobil geht, muss man Angst haben, das sich jemand vor die Tür stellt.

Donnerstag, 04. Juni 2015

Heute Nacht hat sich der Platz richtig gefüllt. Als ich aufstehe, steht direkt vor unserer Türe auch ein neuer Nachbar. Wir sind froh, dass wir heute weiter fahren. Eigentlich wäre es heute möglich draußen in der Sonne zu frühstücken, aber dort steht leider ein Wohnmobil.

Wir Frühstücken in aller Gemütlichkeit und fahren dann zur Entsorgungsstation. Für den Platz den wir frei machen, gibt es gleich mehrere Bewerber, aber das interessiert uns nicht mehr.

Gegen 10:30 Uhr verlassen wir Steinhude und kommen nach stressfreier Fahrt nach 13:00 Uhr bei uns zuhause an.

Nach einer Pause holen wir unsere Sachen aus dem Wohnmobil und machen es soweit fertig, für die Rückgabe.

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Es war eine schöne Zeit, die wir mit dem Wohnmobil verbracht haben. Schade war, dass wir unsere geplante Strecke nicht fahren konnten, aber so haben wir auch den Vorteil von einem Wohnmobil genutzt und sind dorthin gefahren wo das Wetter besser war. Wir werden bestimmt noch einmal mit dem Wohnmobil verreisen und dann können wir versäumtes nachholen.

Mit unseren Vermieter, Reisemobile Niederrhein, waren wir sehr zufrieden. Die Übergaben waren alle problemlos. Ich wurde gut in die Technik des Womos eingewiesen und besonders nett fand ich, das Herr Deges mich benachrichtigt hatte, dass ich das Mobil schon früher haben konnte. So konnten wir dem Pfingstreiseverkehr entkommen.

Mit unserem Wohnmobil, waren wir sehr zufrieden. Es wurde uns in einem hervorragendem Zustand übergeben und das Platzangebot war für zwei Personen mehr als genug. Besonders hat mich der in meinen Augen geringe Kraftstoffverbrauch überrascht. Wir haben während unserer Reise Durchschnittlich 9 Liter Diesel auf 100 km verbraucht.

Daten Tour 9:

Spellen am Niederrhein unser schönes Zuhause

Steinhude – Spellen 271 km

Freitag, 05. Juni 2015

Rückgabe in Moers

Spellen – Moers 39km

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Zusammenfassung:

Gesamt gefahren: 1523 km

gesamt Verbrauch: 137,83 l (167,50€)

durch. Verbrauch: 9,05 l/100km

durch. Preis/Liter: 1,22€

Georg Jakobs

Spellen im Juni 2015

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